Der rote Schal

Roter SchalPaul Gecko ist Mitten in einer Autoverfolgungsjagd, die  in einer Stadt von einem Hafen ins Kneipenviertel führt. Ein rotes Traumauto, aus dem ein langer roter Traumschal weht, rast an der Spitze davon. Dahinter dicht gefolgt sitzen Paul und sein Begleiter in einem Kastenwagen. Der Begleiter und Fahrzeugführer ist ein  erfahrener aber sturer und stiller Autopilot. Ein Verbrecherauto, das ihnen dicht auf den Fersen folgt, beschleunigt, um sie zu überholen. Die schrägen Albtraumfiguren wollen Paul den roten Schal aus dem Traumauto abspenstig machen.

Auf einem Parkplatz müssen Gecko und sein mürrischer Begleiter einen Zwischenstopp einlegen, denn das Auto vor ihnen hat den roten Schal verloren. Gecko nimmt sich den Schal und steckt ihn heimlich ein. Doch die Verbrecher hinter ihnen haben es bemerkt und lassen sich nicht abschütteln.  Sie wollen auch  unbedingt den  roten Traumschal.

Ein schrottreifer Oldtimer zum wieder verwerten

Auf dem Parkplatz befindet sich zu Geckos erstaunen ein schrottreifer Oldtimer, den er einmal geschenkt bekommen hat. Der Autopilot meint, den Wagen zu reparieren und aufzuarbeiten sei nicht nur teuer sondern pure Zeitverschwendung. Dennoch will Gecko nachsehen, ob noch etwas verwertbares in ihm steckt.

Im Oldtimer fällt Paul eine Kiste mit Regalen aus traumhaften Glas auf. Er nimmt sie mit und untersucht sie genauer in einer nahe gelegenen Kneipe. Er legt die Regalböden auf dem Parkett der Kneipe aus. Da die  fragilen Regale in Papier mit Blumenmuster eingewickelt sind, gehen die Leute achtlos darüber hinweg. Sie merken nicht, dass wenn sie darauf treten, unter ihnen das Glas zerbricht. Zwar wissen die Leute nicht, dass es Traumglas ist, aber sie sehen auch nicht unter sich, wenn etwas unter ihnen verdächtiges knirscht.

Ein Rapper singt ein Lied über soziale Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit

Daraufhin rappt ein Sänger im Lokal spontan einen Song über die Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit der heutigen Gesellschaft. Paul Gecko stimmt in das Klagelied ein, dass genau auf eine medienverwöhnte Generation zu passen scheint, denen seine persönliche Traumwelt wurscht ist.

Doch seine Hoffnung ruht auf der nachfolgenden, jungen Generation, die noch unverdorben erscheint. Es ist die Generation seiner Enkelin. Gecko bietet seiner Enkelin seine Traumwelt als Wurst in Scheiben an. Doch er bietet ihr auch – verbotener Weise – die geliebte Leberwurst von seiner Frau an und hofft, dass seine Frau es nicht merken wird. Seltsamerweise ist sie nicht beleidigt und lässt es ihm durchgehen.

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